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Katharina von Bora - Mönchshure und Morgenstern

Auf Einladung des Kreisbeauftragten-Team für die Frauenarbeit im Harlingerland trafen sich ca. 80 Frauen (darunter auch 3 vom Frauengesprächs- und Gustav-Adolf-Kreis) zu einem interessanten Nachmittag im Dorfgemeinschaftshaus Asel. Ein Nachmittag zur Einstimmung auf das Lutherjahr.
Nach der Begrüßung wurde unter musikalischer Begleitung von Inga Drengemann-Steudtner gesungen. Pastorin Astrid Jürgena (Westerholt) stellte sich und ihre Arbeit als Beauftragte für Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Harlingerland vor. Nach Tee und Kuchen berichtete die als „Katharina von Bora" verkleidete Gabriele Buismann aus ihrem sehr interessanten Leben. Bekannt wurde sie eher als Ehefrau von Dr. Martin Luther. Was sie alles durchlitten und geschafft hat, wissen viele nicht:
Als 11jährige Halbwaise wurde sie vom Vater in ein sehr strenges Kloster gegeben. Über Flugblätter hörte sie von Martin Luther und seiner Einstellung, dass niemand aus Zwang im Kloster leben oder zur Nonne werden solle. Daraufhin schrieb sie ihm, ob er ihr und 8 Freundinnen bei der Flucht aus dem Kloster helfen könnte. Er organisierte die Flucht. Auf einem Karren, in Heringsfässern versteckt, wurden sie aus dem Kloster geschmuggelt. Auch für die Fluchthelfer war es gefährlich: ihnen drohte die Todesstrafe, wenn sie erwischt werden. Martin Luther verhalf den Frauen zu Ehemännern. Bis zur Hochzeit mit Martin Luther lebte Katharina bei dem Maler Cranach.
Bei der Heirat mit Martin Luther besaßen die beiden nichts. Katharina nutzte jedoch die gute Ausbildung, die sie im Kloster bekommen hatte. Im Laufe der Jahre erwirtschafte sie 3 Güter, große Ländereien, div. Pferde und Vieh, eine Brauerei und einen Fluss mit Fischen und Fischrecht. Im Haus waren in fast jedem Zimmer Öfen, sie hatten einen Herd und Anschluss an Wasser, konnten baden. Dieses kam besonders dem kränkelnden Luther zu Gute. Sie hatten den größten Landbesitz Wittenbergs. Katharina bekam 3 Mädchen und 3 Jungen und hatte 3 Fehlgeburten. Nur vier Kinder erreichten das Erwachsenenalter
Martin Luther war ein großzügiger Mensch. Bedürftige, Fürsten… jeder, der zu ihm kam, wurde bewirtet und unterstützt. Er selber nahm weder Geschenke noch Geld an. Woher allerdings alles kam, was er in großen Mengen verschenkte... danach fragte er nicht. Katharina ließ ihn nach außen hin gewähren. Für ihren Mann war sie aber auch eine unentbehrliche Gefährtin und Beraterin." Selbst 3 Jahre nach der Heirat mit Dr. Martin Luther gab es Flugblätter mit der Beschimpfung „Mönchshure". Für viele war sie eine Ehebrecherin, denn als Nonne war sie bereits mit Christus verheiratet und hat dennoch Luther geheiratet. Für ihren Mann war sie aber „mein Morgenstern".
Luther starb 1546. Das für ihn durch einen Juristen verfasste Testament, das Katharina zur Alleinerbin erklärte, wurde zunächst nicht anerkannt. Erst durch ein Machtwort vom Kurfürsten Johann Friedrich I. von Sachen bekam sie zumindest Teile zugesprochen.
Vor dem Schmalkaldischen Krieg musste sie fliehen. Ab 1547 lebte sie in Wittenberg. 1552 musste sie die Stadt wegen der Pest wieder verlassen. Auf der Flucht nach Torgau zog sie sich bei einem Kutschunfall einen Beckenbruch zu, an dem sie 3 Wochen später starb.
Ein war sehr interessanter und kurzweiliger Nachmittag.
Nach dem Lied: „Mögen die Straßen uns zusammenführen", dem Vater Unser und dem Segen ging es dann für alle Teilnehmerinnen wieder nach Hause. Die Kollekte war für den Verein „Hand in Hand für Flüchtlinge in Wittmund" bestimmt.

Ihre/eure Birgit John

Wie hätten Sie es denn gerne? Scharf oder süß? Oder doch eher salziger? Der Geschmack beim Essen ist ja nun jedermanns eigene Sache. Und das ist auch gut so.
Was uns aber vielleicht verwundert: Auch das, was wir sagen, hat immer einen Geschmack – und hoffentlich auch einen guten!
Ein geeignetes Rezept für die richtige gesprochene Würze finden wir dazu auch. „Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt.“ So sagt es der Apostel Paulus im Brief an die Kolosser im Monatsspruch für den Mai.
Mit anderen Worten: Es sollten aufbauende, ehrliche, mutmachende Worte sein, die unseren Mund verlassen. Oder kritische, die das Ziel haben, Dinge offen, tief und auf Augenhöhe anzusprechen. Runterputzen, mobben oder abkanzeln sind dagegen „out“ und nicht geeignet, einen anderen so wahrzunehmen, wie er ist: ein Gegenüber.
Eigentlich ein ganz einfaches Rezept – doch in der Umsetzung oftmals nicht so leicht. Aber vielleicht gibt es uns mal wieder einen Anstoß zum Nachdenken und zum Nachprüfen, was und wie wir so reden. Freundlichkeit und eine Prise Salz sind sicherlich kein schlechter Ratschlag in jeder Situation unseres Lebens!

Ihr/ euer Kai Kleina

Einführung von Pastor Kai Kleina in der St.Nicolai Kirche

An Palmarum haben wir unseren neuen Pastoren Kai Kleina für die Pfarrstelle II der  Kirchengemeinden Wittmund und Eggelingen eingeführt.  Es war ein sehr lebendiger Gottesdienst und viele Gemeindeglieder nutzen die Möglichkeit, im Anschluss mit ihm im Gemeindehaus bei Tee und Kuchen ins Gespräch zu kommen. Sogar Gäste aus Thann, der alten Gemeinde von Pastor Kleina, sind angereist. Wir sind sehr froh darüber, dass wir im Pfarramt nun wieder komplett sind und danken allen Ehrenamtlichen, die uns in den zurückliegenden Monaten unterstützt haben.

 

 

 

 

Losungen

Tageslosung von Dienstag, 30. Mai 2017
Ich, der HERR, habe dich gerufen, dass du die Augen der Blinden öffnen sollst und die Gefangenen aus dem Gefängnis führen und, die da sitzen in der Finsternis, aus dem Kerker.
Denkt an die Gefangenen, als wärt ihr Mitgefangene, und an die Misshandelten, weil auch ihr noch im Leibe lebt.

Nächster Gottesdienst

Sonntag, 04.06.2017, 10:00
Pfingstsonntag
Sonntag, 04.06.2017, 11:30
Taufgottesdienst
Montag, 05.06.2017, 10:30
Pfingstmontag- ök. Gottesdienst/ Peldemühle

Impressionen

Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Nicolai Wittmund